Pressemitteilung: Ramadan – Ein Monat der Barmherzigkeit, Solidarität und Hoffnung
„Es ist der Monat Ramadan, in welchem der Koran als Rechtleitung für die Menschen und als Beweis dieser Rechtleitung und als (normativer) Maßstab herabgesandt wurde. Wer von euch in diesem Monat zugegen ist, soll während seines Verlaufs fasten.“
(Heiliger Koran, Sure 2, Vers 185)
Mit dem Beginn des diesjährigen Ramadans startet für Musliminnen und Muslime weltweit eine besondere Zeit der Besinnung und spirituellen Vertiefung. In diesem Jahr beginnt der Ramadan am Donnerstag, den 19.02.2026 und lädt Gläubige dazu ein, innezuhalten, Dankbarkeit zu üben und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Ramadan ist weit mehr als der Verzicht auf Essen und Trinken in den Stunden zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang. Er ist ein Monat der bewussten Selbstdisziplin, der spirituellen Reinigung und der Hinwendung zu Gott. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams und stärkt Geduld, Mitgefühl und Achtsamkeit im Alltag. Von der Pflicht des Fastens sind unter anderem Kranke, Schwangere, ältere Menschen, Kinder sowie Reisende ausgenommen.
„In einer Zeit, die von Unsicherheiten und gesellschaftlichen Herausforderungen geprägt ist, erinnert uns der Ramadan an die Kraft der Gemeinschaft und der Barmherzigkeit“, erklärt der Schura Bremen Vorsitzende Murat Çelik. „Er ruft uns dazu auf, Brücken zu bauen, füreinander einzustehen und aktiv zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen.“
In den Moscheegemeinden finden während des Ramadans jeden Abend Tarawih-Gebete statt. Zudem werden zahlreiche soziale und interkulturelle Begegnungen organisiert, darunter gemeinsame Fastenbrechen (Iftar), zu denen auch Nachbarinnen und Nachbarn sowie Interessierte herzlich eingeladen sind. Diese offenen Begegnungen fördern Dialog, gegenseitiges Verständnis und ein respektvolles Miteinander.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf wohltätigem Engagement. Viele Gemeinden organisieren Spendenaktionen für Bedürftige, Lebensmittelverteilungen und Unterstützungsangebote für sozial benachteiligte Familien. Ramadan erinnert daran, dass Wohlstand Verantwortung bedeutet und Solidarität gelebter Glaube ist.
Das Ende des Fastenmonats wird mit dem Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) am 20.03.2026 gefeiert. Dieses Fest ist ein freudiger Anlass des Dankes, der Großzügigkeit und der Begegnung. Familien und Freunde kommen zusammen, um gemeinsam zu feiern und die spirituellen Erfahrungen des Monats abzuschließen.
„Wahrlich, mit der Erschwernis kommt die Erleichterung.“
(Heiliger Koran, Sure 94, Vers 6)
Möge dieser Ramadan für alle Menschen eine Zeit des Friedens, der Hoffnung und des respektvollen Miteinanders sein.
Die Schura Bremen richtet sich nach dem Hicret Kalender aus.
Beschluss des Gelehrtenrates: Sichtung des Ramadan-Neumondes 2026/1447
https://www.igmg.org/beschluss-des-gelehrtenrates-sichtung-des-ramadan-neumondes/


